Katholische Religion Kursstufe

Curricula

Schnittmengencurriculum

Als Grundlage für die Prüfungsaufgaben der Abiturprüfung 2012 dient der vom Kultusministerium herausgegebene Schnittmengenlehrplan, der aus dem Kursstufenplan 2001 und dem Bildungsplan 2004 erstellt wurde. Inhalte, die nicht in beiden Plänen enthalten sind, fallen in der Schriftlichen Abiturprüfung 2012 weg.

Die curricularen Schnittmengen sind als "Ergänzende Hinweise" in den Schwerpunktthemenerlass Abitur 2012 aufgenommen worden.

Für das Fach Katholische Religionslehre umfasst das Schnittmengencurriculum demnach folgende Inhalte und Methoden:

Inhalte

Jesus Christus

Annäherung an die Person

Jesus und das Reich Gottes

Tod und Auferstehung

Ausdrucksformen für die Bedeutung Jesu Christi

Mensch sein

Alltagserfahrungen, Selbstbeobachtung und Wahrnehmen von Leitbildern

Grundfragen der philosophischen Anthropologie

Biblische Antworten

Der Mensch und sein Gewissen, Verantwortung, Schuld und Vergebung

Ethische Probleme der Gegenwart wahrnehmen und sich entscheiden können

Methoden

Für den weitergehenden Unterricht in der gemeinsamen Kursstufe gilt der Bildungsplan 2004.

Hingewiesen wird auf den Grundsatz aus dem Bildungsplan 2004 (S. 50), wonach die Ge­staltung der verpflichtenden Themen sowie der verbleibenden Unterrichtszeit inhaltlich und organisatorisch durch den kirchlich genehmigten Bildungsplan der Kursstufe vom 23. Au­gust 2001 festgelegt wurde.

Curriculum für Katholische Religionslehre Kursstufe (4-stündig) Abitur 2013

VERBINDLICHE THEMENFELDER

THEMENPAAR I

Von der Schulbehörde wird auf Vorschlag der Kirchen vorab ein Themenpaar für einen Abiturjahrgang festgelegt. Die Behandlung dieses Themenpaares ist verpflichtend. „Jesus Christus“ ist im Unterricht des Neigungsfaches in jedem Fall zu berücksichtigen.

Die Gestaltung der verpflichtenden Themen sowie der verbleibenden Unterrichtszeit wurde für das Neigungsfach inhaltlich und organisatorisch durch den kirchlich genehmigten Bildungsplan der Kursstufe vom 23. August 2001 festgelegt. Mit diesem Unterricht werden die Kompetenzen und Inhalte erarbeitet.

Kompetenzen / Bildungsziele laut Bildungsplan Inhalte

Die Schüler können

  • anhand eigener Erfahrungen, literarischer Zeugnisse oder kirchlicher Traditionen darlegen, welche Bedeutung Jesus Christus für Menschen haben kann

Ausdrucksformen für die Bedeutung Jesu Christi

  • In den frühen Gemeinden
  • In der antiken Geisteswelt
  • Im reformatorischen Denken
  • Jesusbilder in der pluralen Gesellschaft heute, Verlust eines gemeinsamen verbindlichen Jesusbildes, subjektive, selektive Jesusbilder

Die Schüler können

  • zentrale Aspekte der Botschaft Jesu erläutern, wie sie in den Evangelien bezeugt sind: Reich-Gottes-Botschaft, Umkehr, Nächstenliebe

Annäherung an die Person

  • Jesus in unserer Lebenswelt
  • Jesus, bekannt und fremd
  • Historisch Gesichertes über Jesus, Quellen und Fakten
  • Zeit und Umwelt Jesu
  • Der Jude Jesus von Nazaret, seine Identitätssuche

Jesus und das Reich Gottes

  • Jesus fasziniert und provoziert
  • Jesus lehrt wie einer, der Macht hat
  • Anspruch und Selbstverständnis Jesu, Mk 1,14f; Mt 11,25-27
  • Reich-Gottes-Botschaft in Gleichnissen
  • Jesus heilt, Wunder als Zeichen des angebrochenen Gottesreiches, bleibende Sehnsucht nach Heilung
  • Bergpredigt, Mt 5-7 in Auszügen, Frage nach der Erfüllbarkeit, neue Gerechtigkeit

Die Schüler können

  • ausgehend von einer Passionsgeschichte und einer Osterperikope erläutern, warum für Christen Jesus Christus der Grund ihrer Hoffnung ist

Tod und Auferstehung

  • Tod als Konsequenz eines Lebensentwurfs
  • Konflikte Jesu mit Gegnern, Tempelkritik
  • Der Tod Jesu
  • Jesu Verständnis seines Todes, Mk 14,22-25
  • Auferstehungsbotschaft und Bezeugung der Auferstehung: 1 Kor 15,3-8; Joh 20,11-18;
  • Auferstehung und Erlösung durch Jesus Christus, Vergleich mit Reinkarnationsvorstellungen,
  • Das Symbol "Kreuz": Formen und Bedeutungen, Anspruch und Missbrauch
  • zeigen, welche Auswirkungen der Glaube an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus für das Gottes- und Menschenbild hat sowie für die Lebensgestaltung haben kann
  • sich mit anderen Sichtweisen der Person Jesu auseinander setzen
  • Einladung zur Nachfolge, Mt 11,28-30
  • Ein "Lebensprogramm" Jesu für heute, Joh 10,10b aktuell

Die Schüler

  • kennen verschiedene Deutungen der Wirklichkeit, zum Beispiel Materialismus, Ökonomismus, Szientismus, und können sie entsprechend ihren Hintergründen und Folgen kritisch bewerten

Welt und Verantwortung

Wirklichkeit und Wirklichkeiten, unterschiedliche Zugänge

Die naturwissenschaftliche Methode, ihre Voraussetzungen und Grenzen

Geisteswissenschaftlicher Zugang zur Wirklichkeit, Hermeneutik

Biblische Hermeneutik

  • können ausgehend vom christlichen Weltverständnis und Menschenbild zu ethischen Problemen der Gegenwart Stellung beziehen, zum Beispiel Gentechnik, soziale Gerechtigkeit, Ökologie, Wahrung der Würde des Menschen in Medien, Frieden und Friedenssicherung

Der Mensch als Geschöpf und als Produkt der Evolution

Eigenwert der Schöpfung, unverfügbare Würde des Menschen, Gott als Vollender

Bioethik und medizinische Ethik

  • können den eigenen Lebensstil reflektieren und werden sich der Verantwortung für sich und andere bewusst.

Verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung

Wissenschaft und Verantwortung

Die Schüler

  • können an einem Beispiel aufzeigen, inwiefern Kirche in Jesus Christus gründet und nicht mit dem Reich Gottes gleichzusetzen ist

Kirche gründet in Jesus Christus

Verkündigung und Gemeinschaft stiftendes Handeln Jesu

Erscheinungsbild der urchristlichen Gemeinden

  • können exemplarisch verdeutlichen, dass Person und Botschaft Jesu, die Bibel und die Tradition für das Selbstverständnis, die Verkündigung und das Handeln der christlichen Kirchen grundlegende Bedeutung haben

Kirchenbild des Vaticanum II: Volk Gottes, Leib Christi, Communio

  • kennen ansatzweise theologische Unterschiede zwischen der Katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation

Reformatorisches Kirchenverständnis

Einheit in Verschiedenheit

Kirchen trennende Probleme

  • können Verpflichtungen und Leistungen der Kirchen für die Gesellschaft benennen und diese exemplarisch konkretisieren.

Beitrag zur Humanisierung

Kritische Funktion

Wächteramt

Curriculum für Katholische Religionslehre Kursstufe (2-stündig) Abitur 2013

Verbindliches Themenpaar 1: Kirche und Wissen und Glauben (Abi 2013)

Kompetenzen / Bildungsziele laut Bildungsplan Inhalte

Die Schüler

  • kennen verschiedene Deutungen der Wirklichkeit, zum Beispiel Materialismus, Ökonomismus, Szientismus, und können sie entsprechend ihren Hintergründen und Folgen kritisch bewerten

Welt und Verantwortung

Wirklichkeit und Wirklichkeiten, unterschiedliche Zugänge

Die naturwissenschaftliche Methode, ihre Voraussetzungen und Grenzen

Geisteswissenschaftlicher Zugang zur Wirklichkeit, Hermeneutik

Biblische Hermeneutik

  • können ausgehend vom christlichen Weltverständnis und Menschenbild zu ethischen Problemen der Gegenwart Stellung beziehen, zum Beispiel Gentechnik, soziale Gerechtigkeit, Ökologie, Wahrung der Würde des Menschen in Medien, Frieden und Friedenssicherung

Der Mensch als Geschöpf und als Produkt der Evolution

Eigenwert der Schöpfung, unverfügbare Würde des Menschen, Gott als Vollender

Bioethik und medizinische Ethik

  • können den eigenen Lebensstil reflektieren und werden sich der Verantwortung für sich und andere bewusst.

Verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung

Wissenschaft und Verantwortung

Die Schüler

  • können an einem Beispiel aufzeigen, inwiefern Kirche in Jesus Christus gründet und nicht mit dem Reich Gottes gleichzusetzen ist

Kirche gründet in Jesus Christus

Verkündigung und Gemeinschaft stiftendes Handeln Jesu

Erscheinungsbild der urchristlichen Gemeinden

  • können exemplarisch verdeutlichen, dass Person und Botschaft Jesu, die Bibel und die Tradition für das Selbstverständnis, die Verkündigung und das Handeln der christlichen Kirchen grundlegende Bedeutung haben

Kirchenbild des Vaticanum II: Volk Gottes, Leib Christi, Communio

  • kennen ansatzweise theologische Unterschiede zwischen der Katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation

Reformatorisches Kirchenverständnis

Einheit in Verschiedenheit

Kirchen trennende Probleme

  • können Verpflichtungen und Leistungen der Kirchen für die Gesellschaft benennen und diese exemplarisch konkretisieren.

Beitrag zur Humanisierung

Kritische Funktion

Wächteramt