Der Mathematikunterricht in Klasse 8 beträgt 4 Wochenstunden.
1. Die verschiedenen Leitideen sind nicht isoliert zu betrachten. Vielmehr sollten die formulierten Kompetenzen und Inhalte im Rahmen der neun Leitideen „Zahl“, „Algorithmus“, „Messen“, „Raum und Form“, „Variable“, „Funktionaler Zusammenhang“, „Daten und Zufall“, „Vernetzung“ und “Modellieren“ an den jeweils geeigneten Stellen in den Unterricht einfließen.
2. Im Sinne der "Leitgedanken zum Kompetenzerwerb" soll das Problemlösen einen größeren Stellenwert erhalten. Aus diesem Grunde sollten die Schülerinnen und Schüler in allen Klassenstufen an geeigneten Stellen Problemlösetechniken, - strategien und Heurismen kennen, anwenden und neuen Situationen anpassen. Um dies zu erreichen soll an geeigneten Stellen mit den Schülerinnen und Schüler anhand verschiedener Aufgaben über Lösungsstrategien reflektiert und dabei entsprechende heuristische Methoden herausgearbeitet werden. Gute Anregungen dazu sind u.a. in der Zeitschrift „mathematik lehren“ Nr. 115 enthalten.
3. Was nicht mehr erwartet wird:
Kongruenzabbildungen und ihre Eigenschaften, Das Viereck und seine Sonderfälle, Binomische Formeln, Bruchterme und ihre Definitionsmengen, Bruchgleichungen mit einer Variablen
4. Folgende Themen, die zuvor in eckigen Klammern standen sind in den Standards enthalten:
Mathematische Aufsätze, Problemlösen in der Geometrie, Arbeiten mit mathematischen Texten
5. Beispiele für im Anspruch reduzierte Themen:
Lineare Gleichungen, Kongruenzsätze für Dreiecke, Rechnen mit Quadratwurzeln, Rechnerische Lösungsverfahren für quadratische Gleichungen
| Kompetenzen / Bildungsziele laut Bildungsplan | Inhalte | Methoden | Hinweise |
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1. Leitidee „Zahl“
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reelle Zahlen Quadratwurzeln |
Problemstellungen erkennen und in der Fachsprache darstellen In Partner- oder Gruppenarbeit: Lesen und arbeiten mit mathematischen Texten, Kurzvortrag, Referat Zusammenhang zwischen den verschiedenen Zahlenmengen verständlich erklären und diese schriftlich festhalten Referat vorbereiten und gestalten |
20 h Beweis und indirekter Beweis Zusammenhang mit der Streckenmessung Auf die geschichtliche Entwicklung (Pythagoras, Cantor) kann hingewiesen werden An ein ausführliches Rechnen mit Quadratwurzeln ist nicht gedacht |
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2. Leitidee „Algorithmus“
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quadratische Gleichungen (Gleichungen, die auf quadratische Gleichungen führen, Lösbarkeit einer quadratischen Gleichung) Lineare Gleichungssysteme (2x2) |
Schüler entdecken mit Hilfe von Arbeitsanweisungen die Mitternachtsformel und verbalisieren ihre Erkenntnisse Hilfsmittel wie z.B. GTR und PC sinnvoll einsetzen |
25 h An ein extensives Üben mit der Mitternachtsformel ist nicht gedacht Die Schüler können mit dem Gaußschen Algorithmus einfache 2x2-Systeme lösen, Einsatz des GTR |
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3. Leitidee „Variable“
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Terme (auch mit mehreren Variablen) |
5 h Zusammenarbeit mit dem Fach Physik |
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5. Leitidee „Raum und Form“
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Inkreis und Umkreis von Dreiecken Einfache Dreieckskonstruktionen auch Bestimmung wahrer Größen bei Strecken und Flächen im Raum kongruente Figuren |
Konstruktionsbeschreibungen in angemessener Fachsprache Gruppenpuzzle: Erarbeitung der Kongruenzsätze, Präsentation der Ergebnisse Behutsames Erarbeiten von Strategien des Problemlösens und Beweisens, Arbeiten mit mathematischen Texten (gedacht ist auch an historische Texte) Kurzvortrag, Referat |
20 h Der Einsatz einer geeigneten Geometrie-Software (z.B. Euklid) ist hier sinnvoll z.B. „Wie dick ist ein Punkt?“ |
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6. Leitidee „Funktionaler Zusammenhang“
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quadratische Funktionen; Potenzfunktionen mit natürlichen Hochzahlen |
Mit dem GTR entdecken die Schüler mit Hilfe von Arbeitsanweisungen Eigenschaften der verschiedenen Funktionen und präsentieren ihre Ergebnisse im Team mit geeigneten Hilfsmittel (z.B. Folien, . . .) vor der Klasse Anwendungen der Funktionen im Alltag (z.B. Mini-Max.-Aufgaben) |
20 h An quadratische Ergänzung ist bei der Scheitelbestimmung nicht gedacht, Scheitel eventuell mit Hilfe der Nullstellen |
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7. Leitidee „Daten und Zufall“
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Wahrscheinlichkeitsverteilung Pfadregeln |
Durch Würfeln und sonstige Glücksspiele erarbeiten die Schüler den Wahrscheinlichkeitsbegriff und Visualisieren ihre Ergebnisse Simulationen z.B. mit Excel oder anderer Software Tabellenkalkulation mit Excel |
15 h Auf relative Häufigkeiten bei den MENDEL’schen (1822 – 1884) Experimenten kann eingegangen werden Zusammenarbeit mit dem Fach Biologie |
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8. Leitidee „Vernetzung“
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Übersetzung von Darstellungsformen: verbale Beschreibung Tabelle Term Graph Beweis Konstruktionsbeschreibungen mathematischer Aufsatz Einsatz des GTR bei Graphen und Gleichungen |
Die Schüler stellen Probleme und Sachverhalte in der Fachsprache vor Präsentation, Umgang mit dem GTR beherrschen Tabellenkalkulation mit Excel |
Siehe die anderen Leitideen wie z.B. 5 und 6 |
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9. Leitidee „Modellieren“
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Interpretation von Graphen und einfachen Termen Aufstellen von Termen |
Die Schüler erkennen an selbst gewählten Beispielen aus Zeitschriften, Zeitungen, ... die vielfältige Anwendung der Mathematik in der Praxis (Bremsweg, nichtlineares Wachstum) und beim Glücksspiel |
15 h Zusammenarbeit mit dem Fach Physik |
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10. Ergänzungscurriculum |
Lineare Optimierung oder Das Viereck und seine Sonderfälle |
Anwendung der LGS in der Praxis Selbstorganisiertes Lernen |
8 h |