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Ignatius Desiderius von Peutingen
Ignatius Desiderius von Peutingen
Wer war eigentlich der Mann,
nach dem unsere Schule benannt worden ist? Nun,
er war ein Wahl-Ellwanger, wie sich
herausstellen sollte. Hier nun Näheres zu
seinem Leben in aller Kürze.
Kurzer Lebensabriss
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12. März 1641
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Ignatius Desiderius von Peutingen wird in
Augsburg geboren. Er war ein Nachkomme des
berühmten Humanisten Konrad Peutinger
(1465-1547), dem die Nachwelt die Erhaltung
der Tabula Peutingeriana verdankt.
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1649-1669
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Schon mit acht Jahren kam Ignatius
Peutinger nach Rom. Der Aufenthalt in Rom
dauerte volle 20 Jahre und war entscheidend
für seine ganze Zukunft. Er
wählte den geistlichen Stand. Er
widmete sich neben philosophischen und
theologischen Studien mit besonderem Eifer
der Rechtswissenschaft. Nach dem Studium
wurde ihm eine Stiftsherrnpfründe in
Ellwangen übertragen. (am 9. November
1666).
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1669
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fand sich Peutinger in Ellwangen ein.
Nunmehr wurde Ellwangen seine zweite
Heimat. Ignatius Peutinger begnügte
sich bis zu seinem Tode mit der
Pfründe in Ellwangen, wo ihm wegen
seiner großen Fähigkeiten und
vortrefflichen Eigenschaften die Wege zu
höheren Würden offen standen.
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1677
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wurde er vom Fürstpropst Johann
Christoph Adelmann zum "Obersten
Schulmeister«, zum Scholastikus
ernannt
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1697
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wurde er Stiftsdekan und gleich hernach
auch zum Statthalter des Fürstpropstes
Franz Ludwig von der Pfalz (1694-1732)
ausersehen. Der Stiftsdekan war der erste
Rat des Fürstpropstes und führte
in dessen Abwesenheit die Regierung.
Peutinger war für sein Doppelamt
vorzüglich geeignet. Bekannt sind auch
seine engen Beziehungen zu dem
Jesuiteinpater Philipp Jeningen
(1642-1704).
Ignatius Peutinger darf als der eigentliche
Stifter des Ellwanger Jesuitenkollegiums
bezeichnet werden.
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1712
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hatte er die Ellwangen Jesuiten zu
Universalerben seines großen
Vermögens im Werte von 97619 Gulden
eingesetzt.
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18. Okt. 1718
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Der Stiftsdekan ist im hohen Alter von 77
Jahren gestorben. Das Grabdenkmal an der
Nordwand der Liebfrauenkapelle zeigt das
gut ausgeführte Brustbild des letzten
Peutingers mit den edlen durchgeistigten
Zügen.
Peutingers Lieblingswunsch ging bald nach
seinem Tode in Erfüllung:
In den Jahren 1720/22 wurde das prächtige
Kollegiumsgebäude, 1722/23 das
(frühere) Gymnasium und 1724/28 die
Kollegiumskirche (heute evangelische Kirche)
erbaut.
Wir haben eine kleine Wappenkunde zum Wappen des
Ignatius Desiderius von Peutingen
bereitgestellt. Auch der Text der
Stiftungsurkunde ist uns überliefert.