NEW ORLEANS JAZZ

Wie alles begann....

New Orleans Jazz

Die Grundelemente enstanden im 19 Jahrhundert. In der Hafenstadt am Mississsippi-Delta beginnen Buddy Bolden, Kid Ory's Ragtime Orchestra mit dem jungen am Kornett und King Oliver's Creole Jazz Band mit dem "Jass" New Orleans.

Die Drei-Klassengesellschaft...

Am Ende des 19. Jahrhunderts verfügt New Orleans über eine Drei-Klassengesellschaft: ganz oben die Weißen (Walzer und Quadrille ) Kreolen, Nachfahren von meist afroamerikanischen Müttern und weißen Vätern, bilden eine Mittelschicht mit einer eigenen Musik. Die untere Schicht bilden die ehemaligen Sklaven, Nachfahren der aus Afrika und den Karibischen Inseln Verschleppten. All diese Schichten haben ihre eigenen Vergnügungslokale, doch beim Mardi Gras, dem Karneval der katholischen Großstadt, gehen alle auf die Straße.

Von der Karnevals Musik zu Jobs für die Schwarzen...

Von tragender Bedeutung für den Karneval sind die Marching Bands: Zu Beerdigungen und Festen gleichermaßen spielende Gruppen, die durch die Straßen ziehen. Hier wie in den Vergnügungsvierteln, besonders im "Storyville" genannten Stadtteil, finden auch schwarze Musiker ihre Jobs.

Jazz...

Jazz kann keineswegs mit dem Spiel einer Person festgemacht werden. Dennoch sind sich alle darin einig, dass Buddy Bolden zu den ersten gehörte, deren Spielweise bereits in den frühen Jahren des Jahrhunderts mit "Jazz" bezeichnet werden konnte: Mühelos erfand er Figuren; spielte Blue Notes; improvisierte im Zustand der Trance. Und er spielte "onbeat": in einer Zählzeit, in der prinzipiell jeder Schlag gleichberechtigt war. Das führte die afro-amerikanische Musik zur Emanzipation von Betonungen, wie sie in den europäischen Tänzen üblich waren.

Es blieb ein paar Jahre die verpönte Musik der afroamerikanischen Bevölkerung. Dort jedoch verbreitete sie sichschnell;Marching Bands wie King Oliver's Creole Jazz Band  waren Stars der Straße. Und ein junger Louis Armstrong ging ins Vergnügungslokal "Funky Butt", um sich die unerhörten Soli des Frauenhelden Buddy anzuhören. Noch in seiner Geburtsstadt New Orleans sollte der Kornettist zum professionellen Musiker werden, als er 1918 Joe "King" ersetzte. Doch auch Louis Armstrongdessen Talent sich schnell herumsprach, folgte bald schon seinem Mentor King Oliver : Nach der Schließung von Storyville gab es in New Orleans auf einen Schlag kaum noch Möglichkeiten, in Lokalen zu spielen.

Im Norden dagegen, in der Industriestadt Chicago, zog gut bezahlte Arbeit die Schwarzen aus dem Süden an. Hunderttausende machten sich auf den Weg, und sie wollten unterhalten werden. In Chicago schließlich begann die Karriere Armstrongs so richtig, und auch erst dort wurde nachträglich der Begriff des "New Orleans Jazz" geprägt: Bis Ende der Zwanziger Jahre wurde die entscheidende Musik von Gruppen gespielt, die urprünglich aus New Orleans kamen. Louis Armstrong gründete die Hot Five und später die Hot Seven  und bereicherte den Jazz um das Soloinstrument Trompete; der Pianist Jelly Roll Morton gründete seine Red Hot Peppers und der Klarinettist Johnny Dodds seine New Orleans Wanderers.Erst mit dem Aufkommen des Swing rückten Chicago und New York als die neuen Hauptstädte des Jazz in den Mittelpunkt.

Stilmerkmale:

Besetzungen

Rhythmusgruppe

Klavier, Bass, Kontrabass oder Tuba, selten Basssaxophon, Schlagzeug und eventuell Gitarre oder Banjo

Melodieinstrumente

Kornett oder Trompete, Klarinetteund Posaune, selten Xylophon

Wichtige Musiker

Jelly Roll Morton, King Oliver, Buddy Bolden, Kid Ory, Louis Armstrong, Jimmy Noone, Johnny Dodds, Baby Dodds, Nick La Rocca, Sidney Bechet,Tommy Ladnier, Bunk Johnson

Louis Armstrong
Louis Armstrong
Bunk Johnson
Bunk Johnson

Wichtige Bands

Louis Armstrongs "Hot Five" und "Hot Seven", King Olivers "Creole Jazz Band"

Bekannte Kompositionen

At the Jazz Band Ball, Darktown Strutters' Ball, Gettysburg March, Just A Closer Walk With Thee, King Porter Stomp, Memphis Blues, Panama Leon, St. Louis Blues,Tiger Rag

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