Die Bigband umfasst in der Regel bei der klassischen Besetzung 17 Musiker sowie den Bandleader. Charakteristisch ist die interne Einteilung der Band in drei Sektionen bzw. Gruppen: die Reed- oder Holzsektion (z.B.Klarinette),die Brass- oder Blechsektion (z.B.Trompete) und als "Motor" der Band ist die Rhythmusgruppe (z.B.Klavier,Gitarre) zu verstehen.
Der Hauptunterschied zur Musik der Jazzbands war das niedergeschriebene, also in Form einer Partitur vorliegende Arrangement, da auf anderem Wege das Zusammenspiel von einer so großen Anzahl an Musikern nicht unbedingt mehr harmonisch verlief.
Daraus folgte eine gewisse individuelle Einschränkung der musikalischen Freiheit der Jazzmusiker, die bisher ja das nur auf einigen festgelegten Harmonien basierende Improvisieren gewöhnt waren.
Raum für Improvisation boten nun noch diverse Soli innerhalb der Nummern.
Zum anderen verlangte das notierte Arrangement Notenkenntnisse von den Musikern.
Jedoch ließen die nun durcharrangierten Stücke einen erheblichen Ausbau der harmonischen Basis zu, so daß kompliziertere Harmonien und Harmoniefolgen gestaltet werden konnten, was die Musik in der Regel interessanter machte. Aus alledem ist ersichtlich, daß hinter jeder erfolgreichen Bigband somit ein profilierter Arrangeur steht.
Durch die Aufteilung in verschiedene Sektionen entstanden für die Instrumentengruppen unterschiedliche Aufgaben.
1929 war Börsenchrash. Niemand konnte mehr eine kleine Band bezahlen, da es sich nicht lohnte. Daher schlossen sich mehrere kleine Bands zu einer großen zusammen und spielten dann zusammen in großen Ballsäälen. Seit diesem Zusammenschluss spielten sie nach Noten.
Daher waren Notenkenntnisse Voraussetzung.
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