Ciceros Werke 

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Cicero schrieb viele Briefe, vor allem an Atticus (epistulae ad Atticum), die eine große Bedeutung haben und die europäische Briefkultur stark beeinflussten. Diese Werke zeigen uns wie die Zustände am Ende der Republik in Rom waren. Insgesamt sind ca. 870 Briefe erhalten, davon 780 Briefe von Cicero selbst, der Rest an ihn.

Neben zahlreichen Briefen sind viele Reden Ciceros erhalten geblieben. 
Cicero wird als Vorbild der Redekunst bewundert, dank seiner argumentativen und stilistischen Kunst und seiner klugen Taktik. Er sprach im allgemeinen frei (memoriter). 
In dem Buch „Imperium“ von Robert Harris wird seine Redekunst sehr gut beschrieben:
(S. 46,f) Cicero stand stumm an seinem Platz, eine Methode um die Spannung zu erhöhen. Als er so lange gewartet hatte, dass man glauben konnte, irgendetwas sei nicht in Ordnung, begann er zu sprechen – anfangs sehr leise und stocken, sodass die Anwesenden gezwungen waren, aufmerksam zuzuhören. Und obwohl sie die Worte kaum verstehen konnten, schlug der Rhythmus der Sprache sie in ihren Bann.(…) Seine Stimme wurde jetzt lauter.
58 Reden sind (teilweise lückenhaft) im Originaltext erhalten. Die erste hielt er mit 25 Jahren 81 v.Chr., die letzte 7 Monate vor seinem Tod.

Auch rhetorische und philosophische Schriften von Cicero sind erhalten. Im Gegensatz zu den Reden sind sie von vornherein literarisch. Entstanden sind sie in zwei kurzen Perioden der politischen Untätigkeit:

55-51 v. Chr.
Nach der Konferenz bei Lucca bis zur Statthalterschaft Ciceros in Kilikien (Redekunst und Staatslehre)
46-44 v. Chr.
Nach der Aussöhnung mit Cäsar (nach der Schlacht bei Thapsus) bis zu den Philippischen Reden; Redekunst und (nach dem Tod seiner Tochter Tullia) Philosophie.

Hier ein paar Beispiele:

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