2. Überlieferungen Der Carmina Burana 

Es gibt nur eine einzige Handschrift, die die Carmina Burana überliefert. Diese wurde auf 119 Blatt Pergament von zwei verschiedenen Schreibern um ca. 1230 geschrieben. Im 14. Jahrhundert wurden noch einige Blätter nachgetragen, waren aber leicht verändert. Im Spätmittelalter wurden diese Blätter zu einem Band vereint, dem Codex Buranus

 

Beim Zusammenfassen ging aber wahrscheinlich ein Teil der Schriften verloren. Der Codex Buranus enthält 8 Bilder (Das Rad der Fortuna, ein Wald, Bilder aus der Geschichte von Dido und Andreas, ein Liebespaar, eine Trinkszene und drei Szenen, in denen Schach und Würfelspiele gespielt werden)

 

Früher wurde angenommen, dass der Codex Buranus ebenso wie die ursprüngliche Carmina Burana aus dem Kloster Benediktbeuren stammte, doch heute ist man sich sicher dass der Codex Buranus mit bairischem Dialekt und mit sprachlichen Besonderheiten, die für Italien typisch sind geschrieben wurde. Deshalb geht man davon aus, dass der Codex Buranus am südlichen Rand von Bayern geschrieben wurde.

Es gibt zwei Meinungen, von wo der Codex Buranus sein könnte

► Bischof Heinrich von Seckau in der Steiermark als Auftraggeber. Die Steiermärker seien in dem Text sogar erwähnt vor Bayern und Österreich zum Beispiel. Als letztes Indiz sehen die Befürworter dieser Theorie, dass im Codex Buranus die gleichen Heiligen verehrt würden, wie auch die Seckauer verehren.

► Das Kloster Neustift in Südtirol wird als zweiter möglicher Entstehungsort genannt. Auch Brixen wird erwähnt in den Texten und auch der Anfang eines Tirolischen Liedes.

 

Bis heute wurde noch nicht eindeutig geklärt, woher der Codex Buranus stammt und wie er ins Kloster Benediktbeuren gelangte.

 

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