Alles begann 1935 als Carl Orff auf eine
Ausgabe der Carmina Burana von
aus dem Jahr 1847
traf. Aus dieser Ausgabe wählte er 24
Texte aus. Dabei half ihm ein Jurastudent,
Michel Hofmann. Sie stellten die 24 Texte zu
einem Libretto in
hauptsätzlich lateinischer aber auch in
altfranzösischer und mittelhochdeutscher
Sprache zusammen.
In den Texten ging es vor Allem um die ganz gewöhnlichen Dinge des Alltags, wie Änderungen im Leben, darüber wie schnell sich Glück und Unglück abwechseln können und über Glücksspiel und Freuden im Leben.
Bis zum damaligen Stand war noch keine original mittelalterliche Melodie rekonstruiert. Deshalb musste sich Carl Orff anders verhelfen: er gestaltete die Musik einfach nach schon bekannten Merkmalen aus dem Mittelalter. Weil Orff selber von seinem Stück sagte, es sei weder Oper noch Oratiorium noch Kantate, wurde dem Werk der Titel "szenische Kantate" gegeben.
Diese Bezeichnung ist zwar wohl am ehesten passend für Carl Orffs Carmina Burana, doch wird die Carmina Burana eher selten in Szenen aufgeführt sondern öfter als Konzert.