Compassion-Projekt

Einwöchiges Sozialpraktikum am Peutinger Gymnasium

Ein Projekt zur Förderung personaler und sozialer Kompetenzen

Dieses Sozialpraktikum ist auch unter dem Namen Compassion-Projekt (Compassion im Sinne von "sich einfühlen können") bekannt. Es unterstützt primär die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, da sie im Kontakt mit Randgruppen unserer Gesellschaft entscheidende Erfahrungen für ihre Lebenseinstellung machen.

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung sozialverpflichteter Haltungen wie Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Engagement für Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Zu diesem Zweck gehen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am Peutinger Gymnasium für jeweils eine Woche in eine soziale Einrichtung, wie z.B. Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Werkstätten, Wohngruppen), Obdachlosenheime, Sozialstationen und Krankenhäuser.

Die Lehrerinnen und Lehrer besuchen die Schülerinnen und Schüler vor Ort, begleiten sie vorbereitend und nachbereitend im Unterricht. Außerdem halten sie Kontakt zu den Betreuern in den Einrichtungen. Diese enge Verbindung von Praktikum und Unterricht, bietet eine Alternative zu einem normalen Schulalltag und vermittelt den Schülern ein intensives Erlebnis bei Einblicken in eine für sie meist fremde Welt. Die Schüler reflektieren ihre Erfahrungen in den Einrichtungen, indem sie einen "Tagebuchbericht" verfassen.

Ethische Haltungen beruhen auf Einsicht, Urteil und Entscheidung – das Projekt ist also mehr als ein Praktikum. Es hilft den Schülern, eine reflektierte Haltung in sozialen Fragen einnehmen zu lernen.

Ziele und Wirkungen des Sozial-Projekts im Spiegel von Schüler- und Elternäußerungen

Schüleräußerungen

Reaktionen aus der Elternschaft

Compassion in aller Munde

"Dem sozialen Lernen kommt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle zu. Nicht nur, weil der Arbeitsmarkt soziale Kompetenzen fordert, sondern vor allem auch, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass soziales Handeln menschlich und sinnstiftend ist."

Dr. Annette Schavan, Kultusministerin

"Soziales Lernen muss heute gesellschaftlich vermittelt werden wie die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen."

Dr. Thomas Rauschenbach, Sozialwissenschaftler

"Wir brauchen neue kreative Konzepte des sozialen Handels im freiwilligen Zusammenspiel von Wirtschaft, öffentlicher Hand und sozialen Organisationen. Und wir brauchen Mut, diese in die Tat umzusetzen, um ein weiteres Auseinandertriften der Gesellschaft zu verhindern."

Bernhard von Mutius, Unternehmensberater