Ellwanger Gymnasiasten bei internationalem Planspiel

Ellwangen/Ostritz – Mitte März fuhr die Klasse 11c des Peutinger Gymnasiums (PG) zu dem internationalen Planspiel POL&IS im ostdeutschen Ostritz, wo sie mit Schülern des tschechischen Partnergymnasiums aus Rumburk Vorgänge und Verhältnisse der UNO simulierten.

Gruppenfoto. Im Sinne der Globalisierung und zur Förderung des internationalen Verständnisses durften die Schüler des PGs unter Leitung zweier Jugendoffiziere der Bundeswehr Einblicke in das System und die Aufgaben der UNO erhalten. POL&IS, das steht für Politik und internationale Sicherheit. Hierbei übernahmen die Schüler der beiden Nationen die Rollen von Regierungschefs, Verteidigungs- und Wirtschaftsministern verschiedener Weltregionen, Vertretern der Weltbank, Weltpresse, Greenpeace und Amnesty International.

In den beiden Landessprachen und natürlich vor allem auf Englisch wurden Beratungen und Konferenzen, sowie Reden vor der „UNO“ abgehalten. So mussten auch wichtige Wirtschaftsverträge ausgehandelt und militärische Probleme gelöst werden, um das globale Gleichgewicht und den Weltfrieden zu fördern. Wie in der Realität wurden natürlich so auch Intrigen geschmiedet und Versuche unternommen, andere Länder zu eigenen Gunsten zu überlisten. Natürlich mussten auch realitätsnahe Projekte, wie das Aidsprogramm für Afrika oder Hungerhilfsleistungen gestartet und durchgeführt werden. Dies musste mit einer Einheitswährung, dem „Dollar“ finanziert werden. Durch immer neue, von den Organisatoren eingebrachte, Ereignisse wie Flüchtlinsströme aus Ozeanien oder Anschläge diverser Terrorgruppierungen, die vom Nachrichtendienst vorgetragen wurden, wurden die Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren in jedem POL&IS-Jahr, wobei ein solches Jahr in vier Stunden durchgespielt wurde, vor neue Aufgaben gestellt. So wurden insgesamt vier solche Jahre durchgespielt.

Ein sorgfältig ausgewähltes Rahmenprogramm ermöglichte den Schülern ihren Horizont nicht nur auf der politischen Ebene der „UNO“ zu erweitern. Durch den Besuch im Stasigefängnis „Bautzen II“ und im Dialog mit einem Zeitzeugen konnte man einen Einblick in die Machenschaften der Staatssicherheit erhalten. Hierbei zeigten sich die Schüler und Schülerinnen beider Nationen stark betroffen, wie auch „Generalsekretär“ Pius Köder ergriffen berichtet: „Hier erlebt man eben nicht nur die globale Schönheit dieser Welt, sondern eben auch was für Gräueltaten noch vor wenigen Jahren hier stattfanden, was jetzt in vielen anderen Ländern dieser Welt immer noch Alltag ist. So ist dieses Planspiel eben auch dazu da, diese Dinge durchzusprechen und zu überlegen, welche Maßnahmen notwendig sind, um so etwas in der Zukunft zu verhindern.“

Anschließend wurde eine Stadtrundfahrt durch Dresden unternommen, die mit einem Stadtbummel mit dem dortigen Jugendoffizier endete.