BOGY am Peutinger-Gymnasium

BOGY-Beauftragter: Studiendirektor Karl Dirheimer

Was ist BOGY?

Die Entscheidung für einen Beruf ist im Leben des Menschen von zentraler Bedeutung. Mit seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag übernimmt das Gymnasium in Baden- Württemberg eine Mitverantwortung, die weit über den Raum Schule hinausgeht.

Zu diesem Auftrag gehört es, die Schülerinnen und Schüler "durch die Berücksichtigung berufs- und wirtschaftskundlicher Themenstellungen darauf vorzubereiten, selbstständig über ihre Studien- und Berufswahl zu entscheiden und verantwortlich am Arbeits- und Wirtschaftsleben teilzunehmen." (Bildungsplan 1994, Seite 10)

Die Umsetzung dieser Vorgabe soll mit BOGY (= Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium) erleichtert werden.

Das BOGY - Konzept des Peutinger-Gymnasium

Das BOGY-Programm umfasst einen ganzen Katalog von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Maßnahmen und Veranstaltungen, die am Peutinger-Gymnasium angeboten und durchgeführt werden.

BOGY – Aktionen:

Klasse 10:

Im Gemeinschaftskunde-Unterricht wird das Thema Wirtschafts- und Arbeitswelt behandelt. Im Zusammenhang mit einer eintägigen Betriebserkundung können Kriterien erarbeitet werden, die helfen, einen Betrieb, einen Arbeitsplatz strukturiert zu beobachten.

Im Deutsch-Unterricht werden Hilfestellungen zum richtigen Bewerben erarbeitet.

Ab der 10.Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler den sogenannten BOGY-KOMPASS der Bundesanstalt für Arbeit, der sie bei der Studien- und Berufsfindung bis zum Abitur begleiten soll. Sie haben dadurch Gelegenheit, ihre Neigungen, Wünsche und Talente durch Selbsteinschätzung in den vier letzten Schuljahren immer wieder neu zu überprüfen und zu einer sinnvollen Entscheidungsfindung zu kommen.

Für die 10. Klassen hat das Peutinger-Gymnasium im letzten Schuljahr eine Neuerung eingeführt: Schülerinnen und Schüler von zwei Klassen leisteten erstmals ein sogenanntes Soziales Praktikum ab, indem sie eine Woche lang einen pflegerischen Dienst in einem Altersheim, Krankenhaus, Kinderheim, einer Sozialstation oder einer Behinderteneinrichtung übernahmen bzw. assistierten.

Klasse 10/11:

Im Rahmen der Klassenpflegschaften werden die Eltern der Klassen 11 und erstmals ab dem Schuljahr 2004/05 der G8 Klasse 10A über die BOGY-Konzeption der Oberstufe vom BOGY-Beauftragten unterrichtet. Im besonderen erfahren die Eltern alles Wissenswerte über das 5-tägige Berufspraktikum (in der Regel die Woche nach den Osterferien). Für fünf Arbeitstage erkunden die Schülerinnen und Schüler einen Praktikantenplatz in Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungs-, Sozial- oder Bildungseinrichtungen oder bei freiberuflich Tätigen. Durch unmittelbare Anschauung und eigenes Tun erhalten sie erste Einblicke in die heutige Arbeitswelt und sammeln wertvolle Erfahrungen in einer ganz neuen Umgebung. Ihre Stelle suchen die Schülerinnen und Schüler selbst mit entsprechenden Bewerbungsschreiben, Telefon- und Vorstellungsgesprächen. Dabei werden sie vom Bogy-Beauftragten unterstützt und auf dieses Praktikum eigens vorbereitet. In dieser Woche werden die Schülerinnen und Schüler von ihrem Bogy-Lehrer im Rahmen des möglichen besucht. Das einwöchige Betriebspraktikum erfordert von allen Beteiligten (Schüler, Eltern und Lehrer) einen beachtlichen Arbeits- und Zeitaufwand. Dieser Aufwand lohnt, da dieses Engagement nicht um des reinen Lernens willen betrieben wird, sondern der weiteren, außerschulischen Lebensgestaltung junger Menschen dient. Die in der Berufserkundungswoche in der Praxis gesammelten Erfahrungen müssen von den Schülerinnen und Schülern in einem schriftlich ausgearbeiteten BOGY-Bericht dokumentiert werden, um Erkenntnisse und Folgerungen für die individuellen beruflichen Entscheidungen ableiten zu können. Der Bericht kann von den Deutsch Lehrern als schriftlicher Leistungsnachweis bewertet werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss des BOGYS erhalten alle Teilnehmer das BOGY-Zertifikat.

Im Januar kommt der akademische Berufsberater des Arbeitsamtes in die Schule und führt eine Studienberatung durch. Nach einem allgemeinen Überblick werden die Schüler individuell von ihm beraten.

Im Rahmen der Ellwanger Universitätstage nehmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 an der Studienberatung der Universität Tübingen teil.

Jahrgangsstufe 12 und 13:

Der Prozess der Berufsfindung wird in den Jahrgangstufen 12 und 13 kontinuierlich durch verschiedenartige Veranstaltungen fortgesetzt: