Gleich nach
dem Frühstück wollen wir einen
Rundblick auf Shanghai vom berühmten
Jinmao Tower herab auf die Stadt
genießen. Jedoch ist der Wolkenkratzer zu
tief in Regenwolken gehüllt, als dass wir
aus vierhundert Metern Höhe irgendetwas
anderes als dickste Nebelsuppe sehen
können. Dadurch fällt dieser
Programmpunkt deutlich kürzer aus, als
geplant.
Sehr beeindruckend ist, in welch aberwitziger Geschwindigkeit wir mit dem Aufzug hinauf, bzw. anschließend wieder hinunter gefahren werden. Etwa im Sekundentakt ändert sich die Höhenanzeige um mehr als zwanzig Meter!
Mit der eingesparten Zeit widmen wir uns nun einem durchaus dringlichen Problem: Wir haben fast ausschließlich europäisches Geld, welches wir noch umtauschen müssen, da kaum ein Händler unsere Euros annimmt. Aber samstags haben auch Shanghaier Banken üblicherweise geschlossen.
Jetzt geht es zum
Yuyuan-Garten. Dazu müssen wir zuerst
durch Shanghais sehr betriebsame Altstadt,
vorbei an bunten Verkaufsständen mit allem
möglichen Tand, aber auch
Kunsthandwerksgegenstäbden und -
natürlich - Tee.
Die Gartenanlage besteht aus den für einen chinesischen Garten typischen Elementen, wie Pavillons, Kalksteinlabyrinth und Goldfischteich. Von einer reichen Familie im ausgehenden Mittelalter angelegt, soll dieser Garten über zwanzig Jahre lang erbaut worden sein.
Nach diesem
Lustwandeln ist das Mittagessen angesagt.
Frisch gestärkt geht es nun in das
Shanghai Museum. Dort finden sich neben
Kalligraphie und Malerei auch viele
Jadeschnitzereien und Trachten der in China
lebenden Volksstämme. Auch die Entwicklung
der chinesischen Währungssysteme und
Porzellanherstellung sind hier ausgestellt.
Nach diesem
Besuch wartet schon unser Bus nach Hangzhou auf
uns, der uns auch nach etwa drei Stunden Fahrt
wohlbehalten dort verlässt.
Das Hotel begrüßt uns sehr lautstark mit sechs gleichzeitig dort gefeierten Hochzeiten. Wir schaffen es aber doch, unbehelligt einzuchecken und uns bei einem Abendessen von der anstrengenden Fahrt zu erholen. Auch wenn die Fahrt nur drei Stunden gedauert haben mag, so steckt uns doch noch die Zeitverschiebung und das Sightseeing in Shanghai in den Knochen...