Koboldmakis gehören zur Gattung der Primaten und zur Unterordnung der Trockennasenaffen. Ihre Kopfrumpflänge beträgt zwischen 9 und 16 Zentimeter und sie wiegen zwischen 80 und 160 Gramm. Sie haben ein sehr gutes Gehör und sehr lange Finger. Ihr Fell ist braun oder grau. Das Auffälligste sind jedoch die Augen. Hochgerechnet müssten wir Menschen eine Augengröße von einem Apfel haben. Sie haben einen Schwanz, der zum Klettern sehr geschickt ist. Sie kommen auf mehreren Inseln vor Südostasien vor. Koboldmakis sind nachtaktiv und leben auf Bäumen. Während des Tages ruhen sie in dichter Vegetation. Dank ihren langen Füßen können sie mehrere Meter weit springen. Koboldmakis leben meist in Paaren oder Gruppen und ernähren sich von Insekten und kleineren Wirbeltieren. Sie nutzen ihre Sprungkraft, um ihre Beute zu überraschen. Sie können täglich 10% ihres Körpergewichts verzehren. Die Tragzeit dauert sechs Monate. Die Neugeborenen kommen gut entwickelt zur Welt. Das Kleine wird entweder auf der Brust oder im Maul transportiert. Mit etwa sieben Wochen wird es entwöhnt und mit rund einem Jahr ist es geschlechtsreif. Ihre Hauptbedrohung ist die Zerstörung ihres Lebensraumes. Sie werden auch wegen ihres Fleisches gejagt. Manche versuchten schon Koboldmakis als Haustiere zu züchten. Doch diese Versuche schlugen fehl, da sich nach einigen Tagen die Tiere an den Gitterstäben zu Tode rammten. Früher spielten sie im Aberglauben der indigenen Völker eine große Rolle, da sie dachten, dass es schlimme Folgen haben kann, mit Koboldmakis in Berührung zu kommen.
Autor: Robin Cammerer